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Israel Galván

FLA.CO.MEN

„FLA.CO.MEN, ein federleichtes, heiteres Stück, wirkt wie ein plötzlicher Einfall, eine spontane Improvisation.“
Die Presse

  • 20:00 Uhr
  • Freitag, 17.03.2017
  • Festspielhaus Bregenz

Israel Galván hat den urwüchsigen Flamenco ins 21. Jahrhundert katapultiert. Sechzehn Jahre nach der Produktion ¡Mira! / Los zapatos rojos, durch die er bekannt wurde, setzt der Andalusier die radikale Verjüngungskur der spanischen Kunstform mit FLA.CO.MEN fort. Der Tänzer und Choreograf macht seine Vorgehensweise schon im Titel deutlich: Er fokussiert sich auf die einzelnen Bestandteile des Flamencos, um ihn neu zu strukturieren. Diese Neuinterpretation bietet einen willkommenen Anlass, Galváns frühere Werke mit Augenzwinkern und einer ordentlichen Portion Selbstironie zu zitieren. Der Humor ist es auch, der FLA.CO.MEN von den früheren Arbeiten des Künstlers und von anderen Flamenco-Darbietungen unterscheidet. Für seinen Auftritt in Bregenz hat sich der Mann aus Sevilla Unterstützung von vier Free-Jazz-Musikern und zwei Cantaores geholt. Israel Galván de los Reyes ist nicht einfach nur ein begnadeter Tänzer und der unangefochtene Starinterpret des Flamenco. Mehrfach ausgezeichnet mit dem höchsten spanischen Theaterpreis, dem „Premios Max“, gilt er der Fachwelt als Revolutionär, ein virtuoser Avantgardist, der glatte Oberflächen zerbricht, um den Flamenco neu zu entdecken. Bei FLA.CO.MEN allerdings, das Galván selbst als „Konzert“ bezeichnet, geht es um hitzige Auseinandersetzungen des Flamenco-Körpers mit einer eigenwilligen, virtuos gesungenen und instrumentierten Musik. Dafür braucht es keine Geschichte, sondern erstklassige Musik und extremen Tanz in neuer Mischung. Bei FLA.CO.MEN scheint daher in der Rondeña nicht Tárrega durch, sondern Ligeti, nicht Albéniz eröffnet die Granaina, sondern Luigi Nono, und der Taranto verschmilzt mit der Tarantella. Das Publikum wird staunen. Das Titel-Anagramm ist leicht zu entschlüsseln: Galván ist Flamenco, Flamenco auf der Bühne, das ist Galván.

Regie, Choreografie, Tanz: Israel Galván
Gesang: David Lagos, Tomás de Perrate
Geige und E-Bass: Eloísa Cantón
Gitarre und Gesang: Caracafé Proyecto Lorca
Saxophon und Gaita del Gastor: Juan M. Jiménez
Marimba, Kesselpauke, Timbal, Cajón flamenco u. a. Perkussionsinstrumente: Antonio Moreno
Bühnenregie & Choreografie:
Sevillanas / Pedro G. Romero
Bühnenregie & Choreografie: Alegrías Patricia Caballero
Lichtdesign: Rubén Camacho
Ton: Pedro León
Technische Leitung: Pablo Pujol
Kostüme: Concha Rodríguez
Produktion: A Negro Producciones
Koproduziert von:
Théâtre de la Ville de Paris, Théâtre de Nîmes – Scène conventionée pour la danse contemporaine. Mit Unterstützung von Instituto Andaluz del Flamenco, Consejería de Educación, Cultura y Deporte de la Junta de Andalucía, Fondo Europeo de Desarrollo Regional (FEDER) Israel Galván ist Dancer in Residence am Théâtre de la Ville, Paris und dem Mercat de les Flors, Barcelona / Dank an Teatro Central de Sevilla
Premiere: 14. September 2014, XVIII Bienal de Flamenco de Sevilla, Teatro Lope de Vega
Dauer: ca. 90 Min.


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